Nathan Prescott

Steckbrief: Nathan Prescott

  • Geboren: 29. August 1995 (gestorben am 11. Oktober 2013 im Alter von 18 Jahren)
  • Familie: Sohn von Sean Prescott (einem der mächtigsten und reichsten Männer in Oregon), jüngerer Bruder von Kristine.
  • Persönlichkeit: Impulsiv, psychisch extrem labil, aggressiv und von tiefen Minderwertigkeitskomplexen geplagt. Er leidet unter schweren mentalen Störungen (darunter Halluzinationen und Paranoia), die jedoch von seiner Familie vertuscht wurden.
  • Synchronsprecher: Nik Shriner (im englischen Original).

Die Tragödie hinter der Fassade: Seine Motive

Um Nathan auf einer Fansite richtig darzustellen, muss man die drei Faktoren beleuchten, die ihn völlig zerbrochen haben:

1. Der toxische Vater (Sean Prescott)

Nathans Vater Sean ist ein emotionaler Tyrann. Er verlangt von Nathan absolute Perfektion, um den Namen der Prescott-Dynastie zu würdigen. Wenn Max Seans E-Mails auf Nathans Laptop liest, wird das ganze Ausmaß des psychischen Missbrauchs deutlich: Sean beschimpft seinen Sohn als "schwach", droht ihm mit finanziellem Entzug und verlangt, dass er seine psychischen Probleme gefälligst wie ein "echter Prescott" unterdrücken soll.

2. Mark Jefferson: Vom Vorbild zum Teufel

Aufgrund der Kälte seines Vaters suchte Nathan verzweifelt nach einer Vaterfigur und fand sie in Mark Jefferson. Nathan bewunderte Jeffersons Kunstfotografie. Jefferson wiederum nutzte Nathans Sehnsucht nach Anerkennung schamlos aus: Er machte Nathan zu seinem Handlanger, ließ sich den Dark Room von den Prescotts finanzieren und zog den Jungen tief in den Sumpf der Entführungen hinein.

3. Der Unfall mit Rachel Amber

Nathan wollte unbedingt so sein wie Jefferson und dessen "Kunst" kopieren. Er entführte Rachel Amber eigenständig, um sie im Dark Room zu fotografieren. Da er jedoch keine Erfahrung mit den Betäubungsmitteln hatte, verabreichte er ihr versehentlich eine Überdosis. Rachels Tod brach Nathans Psyche endgültig. Aus Schuldgefühlen und Panik wurde er noch unberechenbarer, was letztendlich zu den Ereignissen in der Mädchentoilette mit Chloe führt.

Nathans Schicksal im Spiel

Egal welche Entscheidungen Max trifft, Nathans Schicksal ist in fast allen Zeitlinien extrem düster:

  • In der originalen Zeitlinie: Nachdem Jefferson merkt, dass die Polizei (oder Max und Chloe) ihm auf die Spur kommen, beseitigt er Nathan als lästigen Zeugen. Jefferson ermordet Nathan und vergräbt ihn im Dark Room. Kurz vor seinem Tod hinterlässt Nathan Max jedoch eine herzzerreißende Nachricht auf dem Anrufbeantworter, in der er sich unter Tränen entschuldigt und sie vor Jefferson warnt („Ich wollte niemandem wehtun... Jefferson kommt... Es tut mir leid...“).
  • In der "Chloe opfern"-Zeitlinie: Wenn Max ganz am Ende das originale Foto wählt und zulässt, dass Nathan Chloe in der Toilette erschießt, wird Nathan sofort festgenommen. Da er völlig bricht, gesteht er der Polizei alles, wodurch auch der Dark Room auffliegt und Mark Jefferson noch am selben Tag verhaftet wird. In dieser Zeitlinie bleibt Nathan am Leben, geht aber ins Gefängnis.

Trivia & psychologische Details

Zitat

Nathans versteckte Kunst: Wenn man Nathans Zimmer in Blackwell durchsucht, findet man verstörende, düstere Zeichnungen und Collagen. Sie zeigen visuell seine Schizophrenie und seine zerrissene Psyche. Überall sind Wörter wie „Vergiss mich nicht“ oder „Ich kann die Wale schreien hören“ eingeplatzt.

  • Seine Medikamente: In seinem Zimmer findet man Rezepte für extrem starke Antipsychotika (wie Risperidon). Seine Familie zwang ihn jedoch oft, die Dosis zu verringern, damit er bei offiziellen Prescott-Events „normal“ funktionierte, was seine Ausbrüche nur noch schlimmer machte.
  • Before the Storm (Prequel): Hier erleben wir Nathan drei Jahre früher. Er ist noch deutlich schüchterner und wird heftig von Mitschülern wie Drew North gemobbt. Man sieht hier den genauen Moment, in dem sein Vater ihn drängt, sich „wie ein Mann zu wehren“, was den Grundstein für seine spätere Aggressivität legt. Seine enge Freundschaft zu Samantha Myers in diesem Spiel zeigt zudem, dass er eigentlich eine sanfte Seite hatte, bevor Jefferson in sein Leben trat.

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